Barefootpedal Designstudy

Barfuß-Doppelpedal in Zusammenarbeit mit Močnik Orgelbau

Die Design-Studie verfolgt die Idee, zusätzliche spieltechnische Möglichkeiten zu erschließen. Die übliche Spielweise mit Orgelschuhen — welche hauptsächlich klimatischen Rahmenbedingungen geschuldet ist — wird hinterfragt. Dies ermöglicht z. B. Pedalmensur und Sensitivität der Tasten enger mit den haptischen Bedürfnissen des menschlichen Fußes abzustimmen. Ausgangspunkt des Konzepts ist, auf herkömmlichen Orgelpedalen erlernte Fähigkeiten direkt umsetzen zu können. Zusätzlich lassen sich die Obertasten des Hauptpedals auch mit der Ferse spielen, so dass beispielsweise schnellere Repetitionen auf Obertasten mit einem Fuß möglich werden — vgl. z. B. Anforderungen von Jean Guillous "Sagas". Weiterhin können durch die reduzierte Mensur größere Intervalle mit einem Fuß gegriffen werden, was z. B. dem Spiel von Werken César Francks (Quintfall bei gleichzeitiger Schwellerbedienung) oder Max Regers Pedalpassagen entgegenkommt. Durch die Kombination beider Klaviaturen ist ein Spiel paralleler Oktaven in einem Fuß möglich. Die Reduktion des Spielgewichts ermöglicht darüber hinaus höhere Agilität. Die beiden Klaviaturen sind getrennt voneinander transponierbar, wobei die Transposition im Sequenzer speicherbar ist. Die Aufsätze der Obertasten sind flexibel montiert, der Pedalumfang ist nach unten bis Kontra-A, nach oben bis c2 erweitert. Das Pedal ist midifiziert und dient als Erweiterung des vorhandenen MIDI-Spieltisches. Außerdem stehen sechs Schweller zur Verfügung und erlauben die Kontrolle von DynTune und anderen zusätzlichen Gestaltungswerkzeugen, neben ihrer herkömmlichen Nutzung.