Mehrkanalige Aufnahme und Postproduktion digitaler Konzertorgeln

Toningenieurprojekt von Jan Ročnik, 2014

Die Rodgers-Orgel am Institut für Kirchenmusik und Orgel arbeitet mit elektronischer Klangerzeugung und verfügt über 24 Lautsprecher zur Klangprojektion. Spieltisch und Lautsprechersystem sind digital miteinander verbunden (MADI).

Signalwege nach dem Umbau der Rodgers-Orgel im Frühling 2014

Dadurch ist es mit geringem technischen Aufwand möglich, die Orgelsignale direkt aufzuzeichnen, auch zusätzlich zu einer klassischen Mikrofonierung.

Damit werden die Aufnahmen unabhängig vom Aufstellungsort der Orgel, eventuellen Störgeräuschen oder akustischen Unzulänglichkeiten. Zudem kann die räumliche Anordnung der einzelnen Werke „virtuell“ in der Postproduktion erfolgen.

Panoramisierung der Orgelwerke: Blau: Récit, Rot: Positif, Grün: Grand Orgue, Schwarz: Pédale und Solo

Die folgenden Hörbeispiele erlauben einen Vergleich zwischen einer Mikrofonaufnahme (Groß-AB-Anordnung) und des modellierten Orgelklangs aus den Direktsignalen. Das Material stammt aus der organ@MUMUTH-Produktion „Petr Eben – Faust für Orgel“, gespielt von Aleksey Vylegzhanin.

Prologue - Mikrofonaufnahme

Prologue - Mischung der Direkt-Out Signale

Walpurgisnacht - Mikrofonaufnahme

Walpurgisnacht - Mischung der Direkt-Out Signale

Eine detaillierte Dokumentation findet sich in der Projektarbeit:

  • Jan Ročnik, Mehrkanalige Aufnahmen und Postproduktion digitaler Konzertorgeln, Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, 2014. (Download: rocnik_konzertorgeln_2014.pdf)