organ@MUMUTH

2017: An Offer You Can't Refuse

Die bereits traditionelle Präsenz der E-Orgel im Programm des abo@MUMUTH wird bei diesem Konzert durch die Fortführung der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Werner Strenger und Gunther Rost durch eine neue Kooperation mit der Austrian Brass Band ergänzt. Das Ensemble unter der Leitung von Uwe Köller tritt vor dem Hintergrund der "Godfather" Trilogie in einen musikalischen Dialog mit der E-Orgel.

Sizilianische Mafiosi in Amerika, Brass und E-Orgel-Klänge, Musik vom traditionellen Bachchoral über César Franck und Olivier Messiaen bis zum Swing: An Offer You Can't Refuse...

Schauspiel: Viet Anh Alexander Tran
E-Orgel: Nikola Cerovecki, Jakov Spevec, Stjepan Molnár
Austrian Brass Band, Leitung: Uwe Köller
Regie: Werner Strenger
Bühne und Kostüme: Faniz Sadeghi

2016: Schlafes Bruder

Orgel- und Schauspielstudierende begeben sich am 4. Mai im György-Ligeti-Saal des MUMUTH auf die Suche nach der Faszination der "Klangstürme" in Robert Schneiders Romanbestseller. Das Konzert ist zugleich die Eröffnung des Grazer Orgelfrühlings.

Mit „Schlafes Bruder“ bietet die Kunstuniversität Graz ein einmaliges Konzerterlebnis. Neue Orgeltöne folgen der in Robert Schneiders gleichnamigem Buch formulierten Vision einer absoluten Musik. Im Konzertabend „Schlafes Bruder“ nimmt die Kunstuniversität die Herausforderung an, diesem literarischen Bild mit realen Klängen zu folgen. Im Zentrum des Programms steht die Orgel, als „Königin der Instrumente“ auch bei Schneider von zentraler Bedeutung. Alternierend mit literarischen Kostproben wird sie eine Ahnung ihrer eindrucksvollen Möglichkeiten vermitteln. Das Konzert „Schlafes Bruder“ im innovativen abo@MUMUTH präsentiert die Orgel dabei als hochmodernes Instrument, dessen klangliche Potenziale schon alleine deshalb überraschen, weil sie im wahrsten Sinne des Wortes noch nie dagewesen sind.   

Magdalena WABITSCH – Schauspiel

Aleksej VYLEGZHANIN – E-Orgel 

Priska PETAU – Raum und Kostüme

2014: Faust

Der Teufelspakt als Ohrenschmaus: hell strahlende Registrierungen neben tief dunklen Farben. Die höchste Lage der Manuale neben der Tiefe des Orgelpedals. So präsentiert sich Faust nach Petr Eben.

1976 bekam Petr Eben (1929 – 2007) den Auftrag, eine Bühnenmusik zur Inszenierung von Goethes Faustdrama für das Jubiläum des Wiener Burgtheaters zu schreiben. 1980 wurde diese vom Komponisten, der als zentrale Figur der zeitgenössischen Orgelmusik angesehen wird, fertiggestellt. Die in Goethes Text thematisierte Polarität von Gut und Böse wird auch von Eben kontrastierend dargestellt: weihevoller, ehrwürdig-klassischer Tongebung steht triviale Oberflächlichkeit einer Drehorgel gegenüber. Vielschichtig überträgt Eben auf diese Weise das schnelle Abwechseln von Gegensätzen, die das Zentralthema des Dramas bilden.

Orgel: Aleksej VYLEGZHANIN

Sprecher: Dominik FÖRTSCH, Christoph RADAKOVITS

2013: Zwei spektakuläre neue Orgeln

Zwei bedeutende Neuanschaffungen am Institut für Kirchenmusik und Orgel der KUG werden beim Konzert organ@MUMUTH am 28. Jänner 2013 dem Publikum vorgestellt: Die beiden Orgeln sind – erstmals in Graz zu erleben und einzigartig an einer europäischen Hochschule – modular zerlegbar und können somit mobil eingesetzt werden. Eines der Instrumente funktioniert zudem rein elektronisch und ist damit bislang weltweit das einzige seiner Art


2011 stellte die amerikanische Firma Rodgers nach einer internationalen Ausschreibung (mitfinanziert durch den EU-Fonds eines Orgelforschungprojektes) eine elektronische Orgel her, die mit der traditionellen Rolle dieses Instruments zu brechen scheint: War eine Orgel bisher unauflöslich an seine örtliche, meist kirchliche Unverrückbarkeit gebunden, ist die "Schwarze Orgel" – so ihr Name an der KUG – nun zum ersten Mal in der Geschichte bei fast beliebiger Größe mobil und vom Raum relativ unabhängig. Sie hinterfragt zudem jegliche traditionelle Klangerzeugung und setzt vollständig auf elektronische Klangwiedergabe. Beispielsweise können Lautstärke und Raumakustik sowie die Raumposition der Schallereignisse beliebig gewählt werden.

Als "Meisterstück der Orgelingenieurs-Kunst" bezeichnet Institutsvorstand Gunther Rost auch die rein mechanische „Weiße Orgel“, die auf herkömmliche Klangerzeugung durch Holz- und Metallpfeifen setzt. Sie wurde von der slowenischen Firma Močnik nach einem ganzen Jahr Arbeit heuer fertig gestellt und ist in elf Register zerlegbar, um sie transportieren zu können. 

Programm:

Johann Sebastian Bach: Französische Ouverture 

Franz Liszt: Orpheus 

Petr Eben: Mutationes für zwei Orgeln 

Johann Sebastian Bach: Allegro aus dem Konzert BWV 1058 

Naji Hakim: Arabesques 

Robert Schumann: Skizze op. 58/I und Studie op. 56/IV 

Franz Liszt: Mephisto-Walzer Nr. 1. 

An den neuen Orgeln der KUG: Gunther ROST sowie die Studierenden Maria KRAJEWSKA, Stefan NEMTUSIAK, Aleksei VYLEGZHANIN, Bazhena BUKA

Moderation: Harald HASLMAYR