Weiße Orgel (Orgelsaal 2)

2012, 13 / III + P

Konzeption: Gunther Rost
Realisierung: Orglarstvo Močnik, Cerklje, Slowenien

Klangbeispiel

Wolfgang Amadeus Mozart, Concerto No. 23, KV 488


Gunther Rost: Orgel
Kammersymphonie Berlin 
Leitung: Jürgen Bruns

Mobilität

Die Orgel ist in zehn Modulen transportabel gebaut und umfasst zehn Register. Herkömmliche Instrumente dieser Größe waren bisher fest an einen Ort gebunden. Um Mobilität zu ermöglichen, wurden beispielsweise elektrische und mechanische Verbindungen als Schleifkontakte bzw. flexible mechanische Kupplungen ausgeführt.

Baukastensystem

Das Instrument ist bei entsprechend abgestimmtem Konzertprogramm bereits mit vier der zehn Module sinnvoll einsetzbar. Geplant ist, die Orgel zu erweitern, zum Beispiel um romantische Register oder Klangfarben für spezielle Stilbereiche des 20. Jahrhunderts. Das Instrument ist also wie ein Orchester in verschiedenen Besetzungsarten und Größen mobil.

Variable Stimmtonhöhe

Die flexiblen Verbindungen zwischen den Modulen erlauben ein Transponieren der Orgel in Halbtönen (a1 = 415, 440 oder 465 Hz). Dies ermöglicht zum Beispiel das Zusammenspiel sowohl mit historischen als auch mit modernen Orchesterinstrumenten, die nach verschiedenen Kammertönen stimmen.

Höhenverstellbarer Spieltisch

Die modulare Bauweise ermöglicht auch das ergonomische Anpassen des Spieltisches. Neben der Höhe der Orgelbank ist auch der Abstand zwischen Manualen und Pedal variabel.

Disposition

I. Manual (schwellbar), C-c(H-cis4)

  • Prinzipal 8'
  • Flöte 8'
  • Octav 4'
  • Nazard 2 2/3'
  • Mixtur III

 

II. Manual (schwellbar), C-c4

  • Coppel 8'
  • Holzflöte 4'
  • Octav 2'

 

III. Manual (schwellbar, Diskant und Bass geteilt), C-c4

  • Regal 16'
  • Trompetenregal 8'

 

Pedal (aus I), C-g(H-gis1)

  • Prinzipal 8'
  • Flöte 8'
  • Octav 4'

 

Koppeln: II – I, III – I, I – P, II – P, III – P

Spielhilfen

  • Tremulant, Potentiometer
  • wahlweise elektrische oder mechanische Registertraktur
  • Setzerkombinationen mit USB-Speicheranschluss
  • Insertfunktion für nachträglich eingefügte Kombinationen
  • MIDI-In/-Out/-Thru
  • Transpositionsvorrichtung 415/440/465 Hz
  • Schwellerkoppel (alle Schweller über einen Tritt steuerbar)
  • Tastenfessel für jeden Einzelton
  • Windzufuhr flexibel regelbar und in Kombinationen setzbar
  • Abstand Pedal-Manual verstellbar
  • gepolsterte, höhenverstellbare Orgelbank